GESUND LEBEN

Allergien – ganzjährig ein Problem

Dezember 2010

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Ausgabe KA 5-14
Renate Theilen
Etwa 80 Millionen Europäer leiden an Allergien und etwa jeder dritte dieser Betroffenen trägt ein hohes Risiko an allergischem Asthma zu erkranken.

Neben einigen anderen Faktoren bewirken vor allem tierische und pflanzliche Proteide (eiweißartige Stoffe), aber auch synthetische oder anorganische Substanzen die Ausbildung einer allergischen Erkrankung.

Die - eine Allergie auslösenden - Stoffe werden Allergene genannt und können in folgenden Gruppen, nach der Art ihrer Aufnahme, unterschieden werden:

  • Inhalationsallergene
werden über die Atmung aufgenommen, z.B. Sporen, Pollen, Haare oder Stäube.
  • Kontaktallergene
werden durch Hautkontakt aufgenommen, z.B. Parfüms oder Metalle.
  • Nahrungsallergene
werden in den Verdauungstrakt aufgenommen, z.B. Eiweisse oder Fette
  • Stichallergene
Insektenstiche oder Injektionen ( z.B. Quallen-, Wespengift / injizierte Medikamente.

Der größte Teil der „natürlichen“ Allergene besitzt Eiweiße oder eiweißartige Stoffe, deren Eigenschaften eine gewisse Ähnlichkeit mit denen von Krankheitserregern aufweisen. In einem gesunden Organismus kann das Immunsystem gut zwischen organismusgefährdenden und nicht-gefährdenden Stoffen unterscheiden und antwortet darauf entweder gar nicht oder mit der Bildung von Antikörpern. Das Immunsystem eines Allergikers antwortet jedoch mit der Bildung von IgE Antikörpern (Immunglobuline). Beim Zusammentreffen dieser IgE Antikörper mit dem auslösenden Allergen kommt es zu starken Abwehrreaktionen. Es treten dann die bekannten Symptome wie geschwollenen Schleimhäute, Niesen, Jucken, Hautrötungen und laufende Nase auf.

Was kann ich gegen eine Allergie tun ?

Abgesehen von der Anwendung von Antiallergika/Antihistaminika ist ein Ansatz die Hyposensibilisierung. Die Therapie lässt sich durch Spritzen unter die Haut durchführen oder aber in Form von Tropfen oder Tabletten. Ziel der Therapie ist es, eine Toleranz gegenüber denjenigen Stoffen aufzubauen, auf die Allergiker überempfindlich reagieren. Dazu werden die betreffenden Allergene schrittweise, in ansteigenden Mengen in den Blutkreislauf eingebracht, bis der Körper sie nicht mehr als schädliche Fremdstoffe bekämpft.

Sowohl Injektionen als auch Tropfen haben leider im Alltag eines Allergiepatienten einige Nachteile (Lagerung auf Reisen, Verabreichung und Dauer der Behandlung) Neue Perspektiven bietet hier die sogenannte „Gräsertablette“. Die Tablette kann jederzeit und überall mitgeführt und angewendet werden.

Alternativen: Auch in der Naturheilpraxis werden verschiedene Ansätze der Immunisierung/Desensibilisierung verfolgt. Lassen Sie sich dahingehend individuell beraten.

Gesunde Grüße und eine entspannte vorweihnachtliche Zeit
Ihre Renate Theilen