GESUND LEBEN

Was ist der Aderlass?

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Ausgabe KA 2-12
Die Gesundheitsserie von Renate Theilen
Der Aderlass ist eine der ältesten medizinischen Behand-lungsformen und zählt zu den Ausleitungsverfahren.

Stoffe, von denen der Körper zu viel hat, werden nach außen geleitet, um ihn zu entlasten. Der Aderlass ist eine Blutentnahme zu therapeutischen Zwecken. Er bewirkt eine Verringerung und Reinigung des Blutes und verbessert die Sauerstoffaufnahme. Er gehört zu den von der Schulmedizin anerkannten Verfahren und wird von vielen Ärzten und Heilpraktikern vorgenommen. Voraussetzung ist in jedem Fall, dass es sich um Fachkräfte handelt. Das Ziel des Aderlasses ist es nicht, dem Patienten möglichst viel Blut abzunehmen, sondern eine Entlastung und Reinigung des Blutes und eine Umstimmung der Konstitution zu bewirken.

Der Aderlass kann bei sehr unterschiedlichen Erkrankungen eine sinn-volle Behandlung darstellen: hoher Blutdruck, verengte Blutgefäße, Thrombose oder Thrombosegefahr, Anzeichen von Lungenödemen, Schwangerschaftskrämpfe, zu viele rote Blutkörperchen, Eisenspeicherkrankheit, Herzinfarktgefahr bei Übergewicht und Bluthochdruck, Stoffwechselleiden wie Diabetes Mellitus und Gicht.

Neben dem reinen Druckabbau im Blutsystem (insbesondere bei Bluthochdruck) und der blutverdünnenden Wirkung ist die Anregung der Selbstheilungskraft, die schulmedizinisch oft unterschätzt wird, ein gewünschter Effekt bei der Anwendung dieses Verfahrens. Die Anregung der körpereigenen Lebenskraft ist das vordergründige Anliegen der heutigen Heilpraktiker, die den Aderlass erfolgreich anwenden.

Je nach Menge des abgenommen Blutes ergibt sich ein weiterer positiver Nebeneffekt: Die blutbildenden Organe (beim Erwachsenen das Rückenmark und das Mark der kleinen, flachen Knochen wie Rippen, Brust- und Hüftbein) werden nach einem Aderlass besonders aktiviert, Blutzellen in den folgenden Tagen und Wochen nachzubilden. Das stärkt das körpereigene Immunsystem, die Abwehrkräfte bekommen neuen Schwung.

Beim Aderlass wird Venenblut mit einer Flügelkanüle abgenommen. Die Menge selbst ist unterschiedlich und richtet sich nach Krankheit, Konstitution, Geschlecht, Alter, usw.; sie beträgt ca. 50 bis 250 ml. An der Färbung, die sich meistens nach 50-100 ml ändert, sieht man, dass der angestrebte Effekt, nämlich, dass das belastete Blut abgeflossen ist, erreicht ist. Je nach Wirkungsziel wird ein kleiner Aderlass nach einigen Wochen wiederholt. Die Behandlung, während der der Patient liegen soll, dauert 15 bis 30 Minuten. In der Regel wird der Aderlass von den Patienten reaktionslos vertragen. Es sollte an dem Tag und einige Tage nach der Behandlung jedoch nicht gerade Leistungssport betrieben werden.

Gegen einen Aderlass sprechen z.B. starke Körperschwäche, zu starke Blutarmut und akute Infektionskrankheiten.

Bei Fragen zu diesem anderen anderen Gesundheitsthemen stehe ich Ihnen für ein erstes Beratungsgespräch gerne zur Verfügung.

Mit gesunden Grüßen, Ihre Renate Theilen

Naturheilpraxis Renate Theilen · Königsheide 95 · Willich-Schiefbahn · Tel. 02154/811785
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