SERIEN

55+: zukünftige Wohnmöglichkeiten für Menschen in Kaarst

Mancher Leser fragt sich warum wir uns nicht nur mit typischen Seniorenthemen befassen, wie z. B. aktive Einkaufshilfen, handwerkliche Hilfen, Sicherheitsberatung. Das tun wir bereits – mit unterschiedlichem Interesse bei denjenigen, denen wir helfen möchten.

Ein weitaus größerer und aufwendiger Bereich ist unser Kümmern und Agieren im demografischen Umfeld. Da ist besonders die Wohn- und Hilfssituation für derzeitige und künftige Senioren und hilfsbedürftige Personen besonders zu beachten. Die städtischen „Erfolgsmeldungen“, die Zuzüge von Menschen nach Kaarst vermelden sind die meisten im respektablen Alter und überwiegend wohlhabend. Diese können sich gehobenes Eigentum leisten. Da sind wir auch bei dem Thema.

Was unternimmt Politik und Verwaltung bei denen, die sich kein Eigentum und hohe Mieten leisten können. Man gewinnt zunehmend den Eindruck, dass bei den städtischen „Landverkäufen“ nur eine einmalige und kurzfristige Finanzeinnahme eine Rolle spielt. Weitere Gedanken über die Zukunft der alternden und hilfsbedürftigen Kaarster Bevölkerung spielen keine Rolle, zumindest nicht erkennbar.

Da fallen zwei Punkte besonders auf:

Es soll ein viertes Seniorenpflegeheim, evtl. Senioren Residenz, Tagesklinik mit oder ohne stationären Teil - oder, oder gebaut werden. Seitens der Verwaltung liegen keine eigenen Recherchen oder Vorgehensweisen für unsere Stadt zu diesem Versorgungsthema vor. Der RKN hat auch nicht empfohlen eine solche Einrichtung zu bauen.

Also waren einige private Anbieter aufgerufen ein Angebot für irgendeine Einrichtung abzugeben, was auch geschehen ist. Unsere Kritik richtet sich besonders auf das ungeplante Vorgehen, auch hier mal wieder sehen wir keinen Plan für die Jahre 2030 -40 und weiter.

Vor einigen Wochen konnte man hören, dass in Kaarst kein Bauland für Wohnungen zur Verfügung ist, bis städtischen „Landverkäufern“ aufgefallen ist, es gibt in Kaarst und in Büttgen doch noch Bauland. Wir möchten keinem sein Haus oder Eigenheim missgönnen. Wir wollen aber, dass unsere Verwaltung und die Politik sich zuerst strategisch und konzeptionell Ziele und Vorhaben vornehmen, die in erster Linie der älter werdenden Bevölkerung widmen.

Ein Beispiel: Kaarst hat ca. 42.000 Einwohner. Davon sind ca. 12 – 15.000 älter als 60 Jahre alt. 3 – 5.000 Einwohner sieht man bei Konzerte, Frühschoppen, Kabarett, Kaarst Total usw. Wo sind die Anderen? Wer kennt sie? Wer weiß wie sie wohnen und leben?

Wir versuchen genau diese Bewohner unserer Heimatstadt zu erreichen, bitte helfen Sie uns.

Manfred Stranz für Senioren Initiative Kaarst. e. V.