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Virtualisieren von Rechnern

Bild 1: Die Menuepunkte sind selbsterklärend, es existiert bereits eine virtueller Rechner namens Saugi
Bild 2: Erstellen einer neuen Maschine
Bild 3: Zusammenfassung der Einstellungen
Bild 4: Der fertige virtuelle Rechner
Immer wenn man sich einen neuen Rechner zulegt, bekommt man normalerweise automatisch auch ein neues Betriebssystem. Es sei denn, man wechselt seine Rechner jährlich…..

Sehr häufig findet der Wechsel zwischen Windows XP und Windows 7 statt. Der Umstieg stellt auch kein Problem dar, wer mit Windows XP arbeiten konnte, dürfte nach kurzer Gewöhnungsphase auch mit Windows 7 zurechtkommen. Allerdings liegt der Teufel wie immer im Detail. Viele lieb gewordene Programme, die unter Windows XP tadellos funktionieren, verweigern unter Windows 7 den Dienst. Oft sind es nur ein oder zwei Programme, die man dann teuer in einer neuen Version kaufen muß . Oder man schafft sich andere Software mit ähnlichem Funktionsumfang, aber neuem Bedienkonzept an. In beiden Fällen wird es teuer und die Gewöhnungsphase fällt länger aus, als einem lieb sein kann.

Es gibt aber eine Alternative: Das Virtualisieren von Rechnern.
Grob vereinfachend als Erklärung: Es gibt Software (Virtualisierungssoftware), die eine virtuelle Maschine, also sozusagen einen Rechner im Rechner bereitstellt. Die gesamte virtuelle Maschine steckt dann in einer Datei. Klingt komplizierter, als es in der Praxis ist.

Gehen wir einfach mal davon aus, dass Sie einen neuen Rechner mit Windows 7 haben, auf dem Ihr Lieblingsprogramm nicht läuft, weil es nur für XP geschrieben worden ist. Warum sollten Sie dann nicht einen virtuellen XP Rechner bereitstellen, der dem Programm wieder seine gewohnte Umgebung zur Verfügung stellt? Was brauchen wir? Zum ersten natürlich die Software selbst, wie immer in dieser Rubrik ist sie Freeware . Wir benutzen die Software VirtualBox, es gibt aber auch andere Produkte wie den VMWare Player. Download unter https://www.virtualbox.org/wiki/Downloads . Die Installation geht vollautomatisch, beim Starten erwartet einen eine übersichtliche Oberfläche (Bild 1). Mit dem Knopf „Neu“ erstellt man eine neue virtuelle Maschine. Im folgenden Dialog erstellt man den Namen des Rechners und legt das zu installierende Betriebssystem fest (Bild 2). In den folgenden Dialoge vergibt man die Größe des Haupspeichers (bei heutigen Rechnern hat man 4 GB RAM, also kann man dem virtuellen Rechner ruhig 1 GB gönnen), und die Größe der virtuellen Platte (10 GB dynamisch sollten da ausreichen). Bild 3 zeigt eine Zusammenfassung der Einstellungen.

Jetzt hat man einen Rechner im Rechner. Der braucht natürlich wie jeder Rechner eine Installations-CD von Windows XP (und natürlich eine gültige Lizenz !). Die legt man einfach in das Laufwerk, startet die virtuelle Maschine und im Fenster bootet der virtuelle Rechner von CD und die normale Windows Installation legt los. Nach der Installation startet ein virtueller XP Rechner, der über nahezu alle Ressourcen des Gastrechners verfügen kann. Jetzt noch schnell die Gasterweiterungen installieren (Menuepunkt Geräte). Das sind die Treiber, ohne die keine Windows Installation reibungslos läuft. Bild 4 zeigt einen fertigen virtuellen Windows 7 Rechner.

Und schon kann man auf diesem virtuellen Rechner genau wie auf einem normalen Rechner Programme installieren und ausführen. Womit man mit relativ wenig Aufwand ein Stück gewohnter Software in den neuen Rechner gerettet hat, und das war ja das Ziel.

Abschließend noch einige Anmerkungen:
1. Die virtuelle Machine befindet sich in einer Datei (Endung VDI) und kann leicht gesichert oder auch zu einem anderen Rechner mit laufender VirtualBox Installation transferiert werden.
2. Ein virtueller Rechner ist erstaunlich schnell, taugt aber nicht für komplexe 3D-Spiele.
3. Man kann in VirtualBox ein Verzeichnis auf dem Host-PC bestimmen, das dann als Netzlaufwerk im virtuellen Rechner auftaucht. So kann man Dateien zwischen Host und virtuellem PC kopieren.
4. Auf einem Hostrechner können beliebig viele virtuelle Rechner angelegt und auch parallel betrieben werden. Profis nutzen die Technik, wenn Sie Programme ausprobieren wollen, ohne ihre normale Installation zu gefährden.

Gern stehen wir bei Fragen oder als aktive Helfer zur Verfügung. Ihr CETERA Team.